Glossar
Als Akteur wird der sozial Handelnde bezeichnet. Man unterscheidet zwischen individuellen Akteuren (Personen) und kollektiven Akteuren (Organisationen, Unternehmen, Staaten). Gemeinsam ist ihnen, dass sie adressierbar, d.h. für Kommunikation erreichbar sind. Relevante wirtschaftliche Akteure werden als Stakeholder bezeichnet. In der Betriebswirtschaftslehre wird der Begriff des strategischen Akteurs im Zusammenhang mit Modellierungen von Geschäftsprozessen verwendet. Es geht darum herauszufinden, welcher Akteur einen Einfluss auf ein wirtschaftliches Vorhaben hat. Schreyögg G. (1999): Strategisches Management - Entwicklungstendenzen und Zukunftsperspektiven. In: Die Unternehmung. Jg.53 (1999) Heft 6 |
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Clustering meint die Gruppierung / Zusammenführung von Merkmalen und / oder Variabeln aufgrund von Ähnlichkeit. Raithel (2008): Quantitative Forschung: Ein Praxiskurs. Wiesbaden |
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Auf Experteninterviews basierende Methode zur Abschätzung zukünftiger Trends und Entwicklungen. Untersucht wird der subjektive Meinungsbildungsprozess mit dem Ziel sowohl Übereinstimmungen als auch Abweichungen herauszuarbeiten; in der Regel umfasst die D.-M. mindestens zwei Befragungsrunden, wobei die zweite Runde auch der Validitätsprüfung der gewonnen Aussagen dient. Die Delphi-Methode ist wichtiges Instrumentarium für Foresight-Prozesse, insbesondere wenn es um die Abschätzung technologischer Entwicklungen geht. Aichholzer G. (2005): Das ExpertInnen-Delphi: Methodische Grundlagen und das Anwendungsfeld Technology Foresight. In: Ders. (Hrsg.): Das Experteninterview. Wiesbaden |
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Determinante bezeichnet denjenigen Umstand, der als Ursache für ein spezifisches Ereignis bzw. eine Wirkung identifiziert wird (einfache Kausalität). Determination geht davon aus, dass ein Faktor entweder als eindeutig und dominant hervorsticht oder sich Einzelfaktoren aufgrund von Ähnlichkeit clustern lassen. Eine deterministische Aussage lautet etwa: Marktsegment X wird bestimmt durch Faktor Y. Carnap, R. (1999): Der logische Aufbau der Welt. Hamburg |
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Innerhalb einer Kausalbeziehung (Zusammenhang von Ursache und Wirkung) bezeichnet der Einflussfaktor einen Teilaspekt der Ursache. Zur Beschreibung komplexer Wirkzusammenhänge geht man davon aus, dass Ereignisse nicht eine Ursache haben, sondern zumeist ein ganzes Bündel Ursachen im Zusammenspiel bestimmte Wirkungen / Ereignisse hervorruft. Einflussfaktoren können also nicht deterministisch gedacht werden. Analytisch kann es jedoch sinnvoll sein, einzelne Faktoren, die einen Einfluss auf den Gesamtzusammenhang ausüben zu identifizieren und so Vergleichbarkeit herzustellen. Eine Erweiterung dieser Definition sind Einflussfaktoren im Sinne eines kausalen sozialen Modells, also zwischen Akteuren und / oder Akteursgruppen. Carnap, R. (1999): Der logische Aufbau der Welt. Hamburg Meier, A. / Slembeck, T. (1994): Wirtschaftspolitik. Ein kognitiv-evolutionärer Ansatz. München/Wien/Oldenbourg |
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Bei erratischen Schwankungen handelt es sich um Abweichungen von erwarteten Wahrscheinlichkeiten. Als Zufallsschwankungen handelt es sich um faktische Abweichungen, die nicht als Effekte theoretischer Modellbildung oder Datenerhebung erklärbar sind. |
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Zumeist mit Hilfe eines Interviewleitfadens geführte inhaltliche Befragung von Experten mit dem Ziel der Wissensgenerierung. Als Experte wird befragt, wer in irgendeiner Weise Verantwortung trägt für den Entwurf, die Implementierung oder die Kontrolle einer Problemlösung, oder wer über einen privilegierten Zugang zu Informationen verfügt. Meuser, Nagel (2005): Vom Nutzen der Expertise – ExpertInneninterviews in der Sozialberichterstattung. In: Bogner, A. / Häder, M. / Littig, B. / Menz, W.: Das Experteninterview: Theorie, Methode, Anwendung. Wiesbaden |
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(auch Hochrechnung) Statistisches Verfahren der Trendanalyse, bei dem Aussagen über den Bereich gesicherter (vorliegender) Daten hinaus getroffen werden. Dies geschieht durch die Übertragung der Ergebnisse auf nicht untersuchte Fälle (Interpolation). Kriterium für die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse ist Repräsentativität. Beispiel: Hochrechnung einer repräsentativen Anzahl Befragter (Grundgesamtheit: n) auf die Gesamtbevölkerung. Atteslander (2003): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin |
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Extrapolation unter Annahme eines exponentiellen Wachstums / Verlaufs. Beispiel: Ausbreitung von Epidemien, virales Marketing. Koch, J. (2004): Markforschung. (4.Auflage). München |
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Extrapolation unter Annahme eines linearen Wachstums / Verlaufs. Beispiel: Bevölkerungsprognosen. Atteslander (2003): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin |
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Extrapolation unter Berücksichtigung variabler Wachstumswerte. In der Markt- und Konsumforschung etwa werden Aussagen auf Basis veränderlicher Grundlagenwerte getroffen. Koch, J. (2004): Markforschung. (4.Auflage). München |
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Der Begriff zielt auf die Kooperationskultur innerhalb von Unternehmen und Unternehmensnetzwerken ab und beschreibt die Übereinstimmung von fundamentalen, kulturellen und strategischen Zielen. Diese (nicht immer klar unterscheidbaren) Übereinstimmungen gelten als Vorraussetzungen für das Kooperationsvermögen und sind basaler Bestandteil der Unternehmenskultur. Unter strategischem Fit versteht man die Verständigung über lang- und mittelfristige Ziele, eine kongruente Interpretation dieser Ziele und der Aufbau entsprechender Lösungskompetenzen. Gerade für Netzwerk-Unternehmen mit einer Vielzahl an Akteuren ist der Aufbau übereinstimmender strategischer Ziele wesentlich für erfolgreiche Kooperation. Becker (2007): Leitbildentwicklungen in Kooperationen. In: Becker, Dammer, Howaldt, Killich, Loose (Hrsg.): Netzwerkmanagement: Mit Kooperation zum Unternehmenserfolg. Berlin |
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Voraussage, Prognose auf Grundlage einer empirischen Analyse des Ist-Zustandes bzw. vorangegangener Entwicklungsverläufe. |
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(„Blick in die Zukunft“) Der Oberbegriff Foresight bezeichnet ein umfangreiches Set an Methoden und Analyseinstrumenten der Zukunftsforschung. Gemeinsam ist ihnen ein wissenschaftsbasiertes und möglichst disziplinenübergreifendes Vorgehen. Der Zeitraum, auf den Foresight Bezug nimmt, kann von wenigen Jahren bis hin zu Jahrzehnten reichen. Die Perspektivenvielfalt macht Foresight insbesondere für die Strategieplanung von Unternehmen relevant. Burmeister, K. / Neef, A. / Beyers, B. (2004): Corporate Foresight. Unternehmen gestalten Zukunft. Hamburg. |
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Anzeigendes Merkmal, das auf eine übergeordnete Entwicklung hindeutet. In der empirischen Forschung bezeichnet Indikator eine beschränkte Stichprobe aus einer Menge von empirisch prüfbaren Sachverhalten, mit deren Hilfe sich verallgmeinernde Aussagen treffen lassen. In der Wirtschaft wird Indikator verstanden als Hinweis auf die konjunkturelle Entwicklung oder die wirtschaftliche Situation im Allgemeinen erlaubt Beispiel: Sinkende Kaufkraft als Indikator einer konjunkturellen Krise. Koch, J. (2004): Markforschung. (4.Auflage). München |
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Eine Neuentwicklung, die sich durchsetzt, bzw. eine Idee, die anschlussfähig ist. Dazu zählen sowohl Erfindungen, also technische Innovationen, als auch Neuentwicklungen im Bereich von Organisation und Management, neue Führungskonzepte, Marketing- oder Verkaufsstrategien. Scholl, W. / Hoffmann, L. (2004): Innovation und Information: Wie in Unternehmen neues Wissen produziert wird. Göttingen |
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Widerspruchsfreiheit, Beständigkeit, Kohärenz. Generell gilt eine Aussage als konsistent, wenn sie sich unter verschiedenen Bedingungen aufrechterhalten lässt. Bei der Erstellung widerspruchsfreier Szenarien etwa müssen die einzelnen Zukunftsprojektionen miteinander verträglich sein, d.h. sie dürfen sich nicht gegenseitig ausschließen. Pillkahn, U. (2007): Trends und Szenarion als Werkzeuge zur Strategieentwicklung: Wie Sie die unternehmerische und gesellschaftliche Zukunft planen und gestalten. Berlin/München |
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Die Lebenszykluskurve zeichnet den zeitlichen Entwicklungsverlauf von Produkten oder Dienstleistungen nach. Der Lebenszyklus umfasst die verschiedenen Stufen der Absatz-, Umsatz- oder Produktentwicklung von der Entwicklung und Markteinführung bis hin zur endgültigen Einstellung einer Produktlinie oder Dienstleistung. Anhand von Lebenszyklen lassen sich auch Unternehmens- oder Branchengeschichten nachvollziehen. Scholl; Hoffmann (2004): Innovation und Information: Wie in Unternehmen neues Wissen produziert wird. Göttingen |
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Das Leitbild bezeichnet eine langfristige strategische Zielformulierung von Unternehmen und definiert mit welchen Mitteln das Ziel erreicht werden soll. Als Teil der corporate identity zielt das Unternehmens-Leitbild zumeist darauf ab, einen Wertekonsens zwischen Unternehmensführung und Beschäftigten herzustellen, das Wir-Gfühl zu stärken aber auch praktikable und konsensuelle Regeln für den Krisenfall bereitzustellen. Beim Leitbild-Assesment geht es darum ein solches zukunftsfähiges Unternehmens-Leitbild zu entwickeln und es auf die spezifischen Bedürfnisse abzustimmen. Kiessling W. / Babel F. (2007): Corporate Identity - Strategie nachhaltiger Unternehmensführung. (3. Auflage). Augsburg |
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(auch Markov-Kette) Eine Form von chaotischen Prozessen, bei denen es zu kurzfristigen Korrelationen zwischen einzelnen Elementen, Faktoren oder Variabeln kommt. Mit Hilfe von Markov-Prozessen lassen sich scheinbar zufällige Zustandsänderungen mit unregelmäßiger zeitlicher Abfolge beschreiben. Für Zukunftsaussagen sind Markov-Prozesse relevant, weil sich mit ihrer Hilfe nachweisen lässt, dass es für die Modellierung zukünftiger Entwicklungen unerheblich ist, wie viel Information über die Vergangenheit vorhanden ist. Ebeling, W. / Freund, J. / Schweitzer, F. (1998): Komplexe Strukturen: Entropie und Information. Wiesbaden |
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(auch Modellbildung) Bei der Modellierung geht es darum, ein (vereinfachtes) Abbild der Wirklichkeit zu konstruieren, um wesentliche Wirkweisen und Kausalitäten realer Prozesse vorab erfassen zu können. Die Modellierung unterscheidet sich von der Simulation dahingehend, dass sie rein theoretischer / hypothetischer Natur bleibt und nicht experimentell / virtuell nachgebildet wird. Ökonomische Modelle beschreiben Vorannahmen (a-priori) wirtschaftlicher Prozesse und Strukturen, etwa den Einfluss individueller Verhaltensweisen auf Marktentwicklungen. Kirchgässner, G. (2008): Homo oeconomicus: Das ökonomische Modell individuellen Verhaltens und seine Anwendung in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Tübingen |
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Anders als bei der statischen Modellbildung (Modelle, die den Ist-Zustand abbilden) wird bei der dynamischen Modellierung der Faktor Zeit und damit die Veränderbarkeit der Einflussfaktoren mit einbezogen. Dynamische Modelle sind somit ungleich komplexer und basieren zumeist auf komplexen statistischen Methoden oder einem Zusammenspiel verschiedener quantitativer (und / oder qualitativer) Methoden. Herrmann, A. (2007): Handbuch Marktforschung: Methoden- Anwendungen- Praxisbeispiele. Tübingen |
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Standardverfahren der ökonomischen Modellbildung, das mit Hilfe statistischer Methoden Zusammenhänge abbbildet. Dabei werden Einflussfaktoren herausgestellt, die zu einem bestimmten zeitlichen oder räumlichen Rahmen auf ökonomische Strukturen und Prozesse einwirken und deren Regression in die Zukunft verlängert werden. Auf diese Weise gelangt man (je nach Komplexität der zu Grunde gelegten statistischen Verfahren) zu Aussagen über zukünftige Entwicklungsverläufe, z.B. über die Entwicklung von Investitionsbedingungen in einzelnen Volkswirtschaften. Herrmann, A. (2007): Handbuch Marktforschung: Methoden- Anwendungen- Praxisbeispiele. Tübingen |
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Charakterisierende Eigenschaft bzw. Kenngröße. Als Parameter kann etwa eine definierte Variabel dienen, mit deren Hilfe sich Prozesse und Entwicklungen identifizieren und beschreiben lassen. Erweiterte Definitionen beschreiben Parameter Eigenschaften, die außerhalb des beobachteten Objektes liegen, weshalb der Begriff synonym zu Einflussfaktor verwendet werden kann. Bossel, H. (2004): Systeme, Dynamik, Simulation: Modellbildung, Analyse und Simulation komplexer Systeme. Norderstedt |
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Der ursprünglich aus dem Finanzsektor stammende Begriif bezeichnet dieGesamtheit der Produkte, Dienstleistungen und Marken, die ein Unternehmen anbietet. Im strategischen Management fungiert das Portfolio als Analysekriterium für Bestimmung der Marktstellung eines Unternehmens. Ziel beim Ausbau eines angemessenen Portfolios ist das ausgewogene Verhältnis von Diversität und Konzentration auf Kernkompetenzen. Jung, H. (2006): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. (10. Auflage). München |
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Als Prognose wird eine Aussage bezeichnet, von deren Eintreten mit einer so hohen Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden kann, dass mögliche alternative Zukunftsbilder als vernachlässigbar erscheinen. Sie beschreibt also eine eindeutig zu erwartende Zukunftsentwicklung. Prognosen können sowohl mittels quantitativer Verfahren (Zeitreihenprognose, ökonometrische Modelle, Analyse von Kurven, Zyklen, historische Analogien) als auch qualitativer Verfahren (Expertenbefragungen, Delphi-Methode) erstellt werden. Pillkahn, U. (2007): Trends und Szenarion als Werkzeuge zur Strategieentwicklung: Wie Sie die unternehmerische und gesellschaftliche Zukunft planen und gestalten. Berlin/München |
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Szenario mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit und Plausibilität. Dieses Szenario basiert auf empirisch gesicherten allgemeinen Trends, insbesondere Megatrends wie Klimawandel, demographischer Wandel usw. und dient im Szenario als Referenz und Bezugsgröße für Alternativszenarien. Ein Referenzszenario zu Zukunftsmärkten etwa greift den Schlüsselfaktor demographischer Wandel und die Projektion einer älter werdenden Konsumentengruppe auf. Ein alternatives Zukunftsbild, das auf dieses Trendszenario Bezug nimmt. |
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(auch einfache Regression) bezeichnet ein statistisches Analyseverfahren, bei dem der Zusammenhang / die Beziehung zwischen einer unabhängigen (erklärenden) Variabel (Geschlecht, Alter, Parteizugehörigkeit etc.) und einer abhängigen (zu erklärenden) Variabel (Einkommen, Anzahl Kinder etc.) dargestellt wird. Beispiel: Zusammenhang von Nachfrage und Angebot. Atteslander (2003): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin |
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(auch multiple Regression) Die Gesamtheit statistischer Methoden, mit denen die Abhängigkeit zweier oder mehrerer Variabeln zueinander untersucht wird. Dazu zählen u.a.: Clusteranalyse (Zusammenführung von Variabeln zu Gruppen mit maximaler Ähnlichkeit und maximaler Unähnlichkeit zwischen den Gruppen), Conjoint-Analyse (bei ordinal und nominal skalierten Variabeln), Faktorenanalyse (basierend auf der Reduktion der Variabeln auf relevante Faktoren), Strukturgleichungsmodelle (komplexe Methode, bei der nicht-beobachtbare, hypothetische oder latente Variabeln, wie Einstellung, Motivation, Kultur oder soziale Schicht miteinander in Beziehung gesetzt werden können). Backhaus, K. / Erichson, B. / Plinke, W. / Weiber, R. (2008): Multivariate Analysemethode. Göttingen |
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Im Unterschied zu einer linearen Regression, bezeichnet nicht lineare Regression den Zusammenhang / die Beziehung zwischen Variabeln, die nicht in einem einfachen kausalen Verhältnis stehen. Die nichtlineare Regression wird als statistisches Schätzverfahren beispielsweise in der Werbewirkungsforschung angewandt, um den Zusammenhang zwischen Werbeerinnerung und Anzahl der Werbekontakte zu untersuchen. Backhaus, K. / Erichson, B. / Plinke, W. / Weiber, R. (2008): Multivariate Analysemethode. Göttingen |
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Exponentielles Wachstum geht bei Erreichen des maximalen Sättigungsgrades in Zerfall / Zerstörung über. Anhand der Sättigungskurve lässt sich der Sättigungsgrad im mathematischen Modell nachvollziehen. Ebeling, W. / Freund, J. / Schweitzer, F. (1998): Komplexe Strukturen: Entropie und Information. Wiesbaden |
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Trend oder Komplex von Trends, der das Themengebiet und seine künftige Entwicklung wesentlich bestimmen bzw. charakterisieren. Dabei ist es gleichgültig, ob der Schlüsselfaktor das Gebiet als Ursache (z. B. als externe Einflussfaktoren) prägt oder ob er seine zentralen Wirkungen beschreibt. Mit dem Begriff des Schlüsselfaktors wird versucht, innerhalb der Vielzahl der Einflussfaktoren (Trends, gegebenenfalls auch Handlungsoptionen von wichtigen Akteuren) eine Wertung und Gewichtung vorzunehmen, um die Komplexität des Problems auf ein handhabbares Maß zu reduzieren. |
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Als Weak Signal werden Entwicklungen oder Trends werden Entwicklungen bezeichnet, die zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung sehr gering ausgeprägt sind, die aber das Potential haben, zu einem wesentlichen Schlüsselfaktor in der Zukunft von Organisationen und Unternehmen zu werden. Weak Signals bergen entsprechend die Gefahr, dass sie leicht übersehen oder unterschätzt werden können. Beispielsweise hielten zu Beginn des Internet-Zeitalters viele Unternehmer das WWW für eine vorübergehende wirtschaftlich unbedeutende Technikspielerei. Röttger, U. (2001): Issues Management. In: Nolting, T. / Thießen, A. (Hrsg.): Krisenmanagement in der Mediengesellschaft. Wiesbaben |
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(auch Markov-Erneuerungsprozess) Anders als beim Markov-Prozess geht man beim Semi-Markov-Prozess davon aus, dass die Zustandsänderungen zeitlich gleichmäßig sequenziert sind. Es lässt sich eine übergeordnete Matrix identifizieren, die es ermöglicht Aussagen über Folgezustände zu treffen. Mit anderen Worten: der Zufall wir eingeschränkt. |
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Nachbildung realer Prozesse unter Berücksichtigung von relevanten Einflussfaktoren. Generell gilt: Je mehr Faktoren bekannt sind und in die Simulation einfließen, desto geringer fällt die zu erwartende Abweichung vom tatsächlichen Verlauf eines Ereignisses aus. In der Regel finden Simulationen unter Laborbedingungen (d.h. in unter kontrollierten Bedingungen) oder virtuell (als Computersimulationen) statt. Insbesondere im Bereich der Computersimulation lassen sich durch die enormen Rechenkapazitäten immer komplexere Szenarien nachbilden, etwa Modelle zur makroökonomischen Entwicklung. Knorr-Cetina (1988): Laboratorien: Instrumente der Weltkonstruktion. In: Hoyningen-Huene,P. / Hirsch, G. (Hrsg.): Wozu Wissenschaftsphilosophie?: Positionen und Fragen zur gegenwärtigen Wissenschaftsphilosophie. Berlin/New York |
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Als Stakeholder werden Anspruchsgruppen / Anspruchsträger bezeichnet die in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit einem Unternehmen / einer Unternehmung stehen. Anders als beim Shareholder-Ansatz, der die Interessen der Anteilseigner fokussiert, geht es beim Stakeholder-Ansatz um den Ausgleich von Interessen verschiedener relevanter Statusgruppen. Dazu zählen interne Stakeholder: Mitarbeiter, Manager, Eigentümer; und externe Stakeholder: Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber, Staat, Gesellschaft. Ulrich, P. (1999): Was ist gute Unternehmensführung?: Zur normativen Dimension der Shareholder-Stakeholder-Debatte. In: Kumar, B.N. / Osterloh, M. / Schreyögg G. (Hrsg.): Unternehmensethik und die Transformation des Wettbewerbes: Shareholder-Value - Globalisierung - Hyperwettbewerb. Stuttgart |
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Suchfelder zur Beschreibung des globalen Umfeldes (Umfeldanalyse), bestehend aus den Sektoren Society, Technology, Economy, Ecology, Politics (STEEP). Ursprünglich eingeführt von der Sussex Policy Research Unit der Sussex University (SPRU). Pillkahn, U. (2007): Trends und Szenarion als Werkzeuge zur Strategieentwicklung: Wie Sie die unternehmerische und gesellschaftliche Zukunft planen und gestalten. Berlin/München |
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Zielgeleitetes und planvolles Denken / Handeln, das auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Strategien dienen der Stabilisierung von Erwartung im Hinblick auf eine unbekannte Zukunft. Strategien ermöglichen / erleichtern Entscheidungen unter unsicheren Bedingungen. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Militär und ist eng verwandt mit dem Begriff Taktik. In der Wirtschaft versteht man unter Strategie die „stimmige Anordnung von Aktivitäten“ eines Unternehmens mit dem Ziel, einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil zu sichern. Luhmann, N. (2006): Organisation und Entscheidung. Wiesbaden Porter M.E. (1999): Wettbewerb und Strategie. Frankfurt a.M. |
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SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Im deutsprachigen Raum wird dieses Instrument strategischen Managements als „Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken“ bezeichnet. Der Fokus liegt dabei auf internen (Unternehmensanalyse) und externen (Umweltanalyse) Faktoren, die in einer Vierfelder-Matrix aufgeschlüsselt und aufeinander bezogen werden. Bei den Chancen und Risiken handelt es jeweils um externe Einflüsse, also veränderte soziale, politische und technologische Rahmenbedingungen sowie Veränderungen des Marktes, die vom Unternehmen beobachtet und antizipiert werden. Mittels der Analyse von Stärken und Schwächen beobachtet sich das Unternehmen selbst. Es handelt sich dabei um die Eigenschaften und Voraussetzungen, die als Ergebnis interner Abläufe und vorangegangener Planungen vom Unternehmen selbst geschaffen wurden. Ziel der kombinatorischen Analyse ist neben der Strategieentwicklung auch Evaluation und Qualitätssicherung. Pillkahn, U. (2007): Trends und Szenarion als Werkzeuge zur Strategieentwicklung: Wie Sie die unternehmerische und gesellschaftliche Zukunft planen und gestalten. Berlin/München |
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Szenarien sind in sich konsistente und plausible, alternative Zukunftsbilder. Im Gegensatz zu Prognosen sind Szenarien hypothetisch. Welche der Möglichkeiten, welche Detailaspekte der Szenarien eintreten, ist ungewiss. In der Summe veranschaulichen Szenarien die wichtigsten Treiber, von denen zukünftige Entwicklungen abhängen, geben einen Überblick über die Wirkungszusammenhänge und beschreiben mögliche Folgen. |
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Der Begriff bezeichnet eine gleichsinnige, anhaltende und im Wesentlichen kontinuierliche Entwicklung - im Gegensatz zu zyklischen Veränderungen, erratischen Schwankungen oder der Entstehung von prinzipiell Neuem. In diesem Sinne sind Trends "komplexe, mehrdimensionale mit einer hohen Reichweite und Wirkungsmächtigkeit". Sie grenzen sich von kurzfristigen Moden ab, indem sie eine "lange, mehrjährige Wirkdauer" aufweisen. Zudem sind Trends robust, sie "ändern sich (...) nicht abrupt, sondern behalten ihre Richtung bei". Trends wirken sich entsprechend nachhaltig auf die konkreten Lebensverhältnisse aus und erfüllen damit sie die Vorraussetzung als Ansatzpunkt für strategische Planung von Unternehmen. Müllert, A. / Müller-Stewens G. (2009): Strategic Foresight: Trend- und Zukunftsforschung in Unternehmen - Instrumente, Prozesse, Fallstudien. Stuttgart |
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(auch komparativer Konkurrenzvorteil (KKV)) Das Alleinstellungsmerkmal definiert ein Leistungsmerkmal, mit dem sich ein Unternehmen deutlich von den Mitbewerbern des Marktes unterscheidet. Als solche kommen sowohl Preis- oder Qualitätsaspekte als auch die Einzigartigkeit eines innovativen Produktes oder einer Dienstleistung in Frage. Die Unique Selling Proposition wird insbesondere als Herausforderung für die Markenkommunikation begriffen, weil ein solches Merkmal die Identifikation der Kunden mit einem Produkt / Unternehmen erleichtert und damit die Bereitschaft auf ein bestimmtes Produkt zurückzugreifen fördert. Per Definition muss es sich bei einem echten Alleinstellungsmerkmal um ein einzigartiges Verkaufsversprechen handeln, das einen faktischen Vorteil für den Kunden bietet. Reeves, R. (1961): Reality in Advertising. New York |
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Als Utopie bezeichnet man eine von allen Zwängen der Realität befreite Vorstellung von einer idealen Zukunft. |
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Eine zukunftsbezoge Erwartung, etwa zur gedanklichen Simulation bevorstehender Entwicklungen oder als Planspiel. Triebkraft visionären Denkens ist die Phantasie. Methodisch Umgesetzt wird dies im Visioning. |
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Exponential ansteigendes, epidemisches Wachstum. |
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Gleichförmige Entwicklung (Zu- oder Abnahme). |
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Zeitliche Abfolge von Daten(-punkten), bei der davon ausgegangen wird, dass diese sich Daten nicht kontinuierlich fortsetzen, sondern zeitlich sequenziert sind. Börsenkurse etwa lassen sich nach Zeiten steigender und sinkender Indices analysieren. Die Analyse von Zeitreihen dient als Instrumentarium zur Prognose und Voraussage von Trends. Je nach Methode lassen sich auf diese Weise auch Brüche, Schwankungen, Diskontinuitäten oder antizyklische Bewegungen vorherbestimmen. So werden etwa in Konjunkturprognosen mit hoher Wahrscheinlichkeit auftretende Rezessionen einkalkuliert. Stier, W. (2001): Methoden der Zeitreihenanalyse.Heidelberg |
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Zyklus bezeichnet die temporäre, periodische Zu- und Abnahme bestimmter beobachtbarer Phänomene. Z. sind durch Regelmäßigkeit geprägt, weisen Kontinuität auf und eignen sich daher für Prognosen. Ein Beispiel für die Anwendung zyklischen Denkens im Bereich der Ökonomie sind sogenannte Konjunkturzyklen (Kondratjew-Zyklen), bei denen davon ausgegangen wird, dass sich die Wirtschaftsleistung in Abhängigkeit von Paradigmen und technologischen Entwicklungen zyklisch entwickelt, wobei sich die Zyklen gegenseitig überlagern. Ein Problem zyklischen Denkens besteht darin, dass das Erkennen von Zyklen maßgeblich vom Beobachtungszeitraum abhängt: langfristige Zyklen lassen sich nicht kurzfristig beobachten und umgekehrt. Raudenbush (2005): How Do We Study What Happens Next. Thousand Oaks/Chicago |